Seit meinem Geburtstag bin ich nun also glücklicher Besitzer einer echten, andischen Charango.
Eine Charango ist etwa 60cm groß und hat 10 Seiten. Also 5 Töne, jeweils doppelt bespannt. Gespielt wird sie vor allem in traditioneller Musik. Daher lerne ich jetzt mittwochs mit einem Privatlehrer Charango spielen.
Das ist gar nicht so leicht: Die Seiten sind natürlich anders gestimmt als bei der Gitarre und das Instrument ist einfach so klein, dass allein das schon ein Hindernis darstellt. Dazu kommt, dass eine Charango hinten, anders als eine Ukulele, rund ist, da sie früher aus dem Panzer von Gürteltieren gemacht wurde, und daher immer runterrutscht.
Man muss sich also enorm konzentrieren, dass einem die Charango nicht bei jedem Akkordwechsel runterfällt, während man versucht sich an die Griffe zu erinnern. Nach meiner ersten Charango-Stunde haben mir daher beide Arme etwas weh getan. Aber spaß macht es auf jeden Fall, und das ist ja, was zählt.
Update: Heute hatte ich meine zweite Stunde und nun geht vieles schon viel besser: Die Charango fällt nicht mehr runter und auch an die Größe habe ich mich langsam gewöhnt.
In der Projektarbeit machen wir einige Fortschritte. Die Kinder basteln derzeit fleißig an einer Weihnachtsgrippe aus Recycling-Materialien und wir geben uns größte Mühe die Namen aller neuen Kinder zu lernen. Langsam ist es auch gut möglich mit den vielen Kindern zu arbeiten (man erinnere sich: am Anfang hatten wir 9 bis 15 Kinder, jetzt 28 bis 35). Seit die vielen Kinder das Projekt besuchen helfe ich nun in der „zweiten“ Gruppe mit den größeren Kindern. Dort mache ich ab und an auch Matheaufgaben und bin immer wieder erstaunt, da diese augenscheinlich älteren Kinder kaum mehr Mathe können, als die Kleinen.
Außerdem hatten wir diesen Monat erstaunlich viele Erdbeben hier in Peru. Kaum eins davon hat man wirklich hier in Huaraz gemerkt, dennoch könnt ihr hier nachsehen, wann und wo ein Erdbeben in Peru war: http://www.iris.edu/servlet/eventserver/map.do
Wer gemerkt hat, dass ich nicht mehr auf Facebook aktiv bin, kann mich gerne bei Diaspora, dem Open-Source-Sozialnetwork, hinzufügen. Ich benutze den Pod http://nerdpol.ch und heiße paul.sry.
Das ganze ist natürlich kostenfrei (spenden erwünscht) und hat gegenüber Facebook den Vorteil, dass deine Daten dir gehören und nicht verkauft werden (und auch nicht verkauft werden können).